Franconian International School erhält Audit "Zukunftsfähige Unternehmenskultur"

Die Franconian International School hat das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit absolviert und wurde dafür von der zuständigen Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Leonie Gebers, und dem Geschäftsführer der Demografieagentur, Lutz Stratmann, ausgezeichnet. Insgesamt 20 Unternehmen, Verwaltungen und Verbände erhielten diese Urkunde für ihren Einsatz für gute Arbeitsbedingungen.

Staatssekretärin Leonie Gebers bei der Urkundenverleihung: „Attraktive Arbeitsbedingungen sowie eine moderne Unternehmenskultur und Personalpolitik sind heute mehr denn je ein Schlüssel für erfolgreiche Arbeitgeber. Sie sind in Zeiten des technologischen und demografischen Wandels ein wichtiger Motor für die Innovationskraft von Unternehmen, Verwaltungen und Verbänden sowie für die Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland. Insbesondere die Digitalisierung wird völlig neue Anforderungen an Arbeitsorganisation und Führung stellen. Deshalb ist es gut, wenn sich Arbeitgeber gemeinsam mit ihren Beschäftigten aufmachen, um ihre Unternehmenskultur zukunftsfähig aufzustellen und den Wandel der Arbeitswelt erfolgreich zu bewältigen.“

Social Events stärken Gemeinschaftsgefühl

Thomas Heinrich, Business Manager der FIS und Mitverantwortlicher für die Durchführung des Audits, sieht im Auditierungsprozess einen wichtigen Schritt in Richtung einer idealen Unternehmenskultur: „Das Audit war ein wichtiger Anstoß für unsere Entwicklung. Sicherlich hätte man die Maßnahmen auch selbst initiieren können, aber entscheidend ist, dass sich etwas bewegt hat. Als internationale Schule haben wir viele Lehrkräfte, die nur vier bis sechs Jahre in Deutschland bleiben, aber auch einige Kolleginnen und Kollegen, die uns langfristig erhalten bleiben. Ziel des Audits war es, für beiden Gruppen die vorhandenen Arbeitsbedingungen nochmal zu verbessern.“

Besonderes Augenmerk legte die Arbeitsgruppe der FIS dabei auf die Handlungsfelder Arbeitsorganisation, Arbeitszeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie thematisierte die Abschaffung von Anwesenheitspflichten auf dem Schulgelände – seit Langem ein Diskussionspunkt zwischen Lehrpersonal und Schulleitung. Thomas Heinrich: „Mit Hilfe des Audits Zukunftsfähige Unternehmenskultur haben wir schnell und unkompliziert eine Lösung gefunden, mit der alle zufrieden sind.“ Darüber hinaus hat die Gruppe wichtige Maßnahmen zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls der Mitarbeitenden umgesetzt. Regelmäßige „Social Events“ wie Museumsbesuche oder gemeinsame Wanderungen sorgen jetzt dafür, dass das internationale Kollegium der FIS noch enger zusammenrückt.

Das Audit bot der FIS die Möglichkeit, aus dem Unternehmen heraus Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu entwickeln. Denn: Was schon gut ist, kann noch besser werden. Das weiß auch Thomas Heinrich – und blickt weiter nach vorne: „Wir sehen das Audit als einen vollen Erfolg an. Die Projektgruppe hat daher beschlossen, als Gruppe weiter bestehen zu bleiben und die fortlaufenden Maßnahmen weiter zu begleiten.“

Lutz Stratmann, Geschäftsführer der Demografieagentur: „Digitale Transformation, Demografie und der Wertewandel führen zu fundamentalen Veränderungen unserer Arbeitswelt. Damit sind große Chancen und Herausforderungen verbunden. Mit der Auszeichnung „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ stellen wir solche Organisationen heraus, die erfolgreich die Chancen ergreifen und sich für Veränderungsprozesse entschieden haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen dabei im Mittelpunkt, um passgenaue, kulturverändernde Maßnahmen gemeinsam zu entwickeln, umzusetzen und dabei von den Sozialpartnern unterstützt werden.“

Der Auditierungsprozess begann mit einer schriftlichen Befragung der Mitarbeitenden und der Geschäftsführung. Hierbei wurden erste Herausforderungen und Verbesserungsbedarfe hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und der Unternehmenskultur identifiziert. In einer dann eingerichteten Projektgruppe, in der Beschäftigte und Führungskräfte gleichermaßen vertreten waren, erarbeitete das Unternehmen einen umfassenden Entwicklungsplan. Gemeinschaftlich wurden schließlich die konkreten Maßnahmen in den Themenbereichen Führung, Chancengleichheit, Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz umgesetzt.

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