AVG Köln erhält Audit "Zukunftsfähige Unternehmenskultur"

Als erstes Unternehmen in Köln ist die AVG Köln von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) als Betrieb mit einer „zukunftsfähigen Unternehmenskultur“ ausgezeichnet worden. Vorausgegangen war ein zweijähriger Auditierungsprozess, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AVG Köln Maßnahmen erarbeitet hatten, mit denen das Unternehmen zukunftsfähig und als Arbeitgeber attraktiv gemacht werden sollen.

Personalleiterin Radegund Beerlage zur Motivation am Audit teilzunehmen: "Unsere Branche und unser Unternehmen sind seit einigen Jahren stark im Wandel. Unser Ziel war es, diesen Wandel auch intern nachzuvollziehen und für unsere Beschäftigten positiv zu nutzen. Wichtig war uns, Maßnahmen umzusetzen, die für unsere Mitarbeiter einen Mehrwert bieten und unser Unternehmen zukunftsfähiger machen. Ganz bewusst haben wir für die Identifizierung und Umsetzung der Ideen auf die Innovationskraft der eigenen Mitarbeiter gesetzt. Wir haben einen Prozess in Gang gesetzt, der uns als Unternehmen voran bringen wird. Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam Lösungen gefunden haben, die einen Mehrwert für die AVG Köln und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch zukünftige Beschäftigte bringen werden".

Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufene Initiative Neue Qualität der Arbeit, die vom Bund, den Ländern, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, Kammern, der Bundesagentur für Arbeit sowie weitere Partnern wie der Bertelsmann Stiftung getragen wird, hat sich zum Ziel gesetzt, Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Bisher haben rund 100 Unternehmen das Audit erfolgreich bestanden.

Flexible Arbeitszeiten, besserer Informationsfluss, Frauenförderung und Sportprogramm

Der Auditierungsprozess dauerte bei der AVG Köln insgesamt zwei Jahre. Ausgangspunkt war eine anonymisierte Mitarbeiterbefragung. Die Ergebnisse der Befragung dienten dazu Maßnahmenpakete zu schnüren, für die es galt, Lösungen zu erarbeiten. Rund 20 Mitarbeiter, also nahezu zehn Prozent der gesamten Belegschaft, fanden sich in Arbeitsgruppen zusammen. Ein wichtiger Ansatz war, dass Mitarbeiter/innen aus allen Betriebsbereichen und Hierarchieebenen bei der Themenbearbeitung vertreten sein sollten, genauso wie ältere und jüngere Mitarbeiter und Vertreter der verschiedenen Ethnien.

Insgesamt kristallisierten sich bei der AVG Köln aus der Analyse der Mitarbeiterbefragung 17 Projekte heraus. Dazu zählten eine größere Transparenz bei Unternehmensentscheidungen, die Flexibilisierung der Arbeitszeit vor allem im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Flexibilisierung des Arbeitsortes (Home-Office) in den Beschäftigungsbereichen, wo dies möglich ist. Einen besseren Informationsfluss innerhalb des Unternehmens will die AVG Köln beispielweise durch ihr überarbeitetes Intranet, einen regelmäßigen Erfahrungs- und Informationsaustausch von Führungskräften sowie Patenschaftsprogramme für neue Mitarbeiter erreichen.

Daneben wurde ein Förderkonzept für Frauen vor allem in technischen Berufen erarbeitet, ein Patenprogramm für neue Mitarbeiter entwickelt, um sich schneller in der neuen beruflichen Umgebung zurecht zu finden. Auch verbesserte die AVG Köln das Sportangebot für ihre Beschäftigten und berief eine Sport- und Gesundheitsbeauftragte, die Ansprechpartnerin für die vielfältigen Möglichkeiten des Betriebssports ist. Um die Personalentwicklung zu optimieren, sollen künftig die Mitarbeiter stärker bei der Ermittlung des Personalbedarfs beteiligt werden.

AVG Köln

Die AVG Köln als mittelständisches Unternehmen der Kölner Abfallwirtschaft betreibt seit 1998 die Restmüllverbrennungsanlage Köln, in der der gesamte Kölner Resthausmüll, nicht verwertbare Reste des Sperrmülls sowie Sortierreste von Gewerbe- und Baustellenabfällen verbrannt werden. Darüber hinaus ist sie Betreiber der Deponie Vereinigte Ville in Erftstadt/Liblar. Über ihre Tochtergesellschaften AVG Ressourcen und AVG Kompostierung managt die AVG Köln die Verarbeitung von Baustellen-, Gewerbe- und Bioabfällen. Neben den Entsorgungsdienstleistungen produziert die AVG Köln Energie aus Abfall, die ausreicht, um ein Viertel der Kölner mit Strom zu versorgen. Unter dem Motto „Unser Strom für den Dom“ sorgt sie für die Nachtbeleuchtung des Kölner Wahrzeichens: www.avgkoeln.de 

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