Das INQA-Audit gibt Verbindlichkeit und Struktur Roland Hollstein, Geschäftsführer Grundig Business Systems, zu seinen Erfahrungen mit dem INQA-Audit


© Demografieagentur für die Wirtschaft/Marco Urban

Die Grundig Systems GmbH in Bayreuth wurde am 21. November 2019 von Bundesminister Hubertus Heil zum zweiten Mal mit dem INQA-Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ ausgezeichnet. Grundig Systems ist ein mittelständisches Dienstleistungsunternehmen. Es liefert Hard- und Softwarelösungen zu Spracherkennung und -verarbeitung mit den entsprechenden Services. Die zweite Geschäftssäule ist die industrielle Auftragsfertigung von elektronischen Baugruppen und Bauelementen.
Die Demografieagentur hat Roland Hollstein, Geschäftsführer der Grundig Business Systems GmbH, zu seinen Erfahrungen mit dem INQA-Audit befragt:

Herr Hollstein, zunächst einmal: Grundig steht für Tradition.

Ja, mit dem Namen Grundig wird eine lange Tradition verbunden. Wir haben auch langjährig gediente Mitarbeiter, kürzlich habe ich eine Mitarbeiterin verabschiedet, die 45 Jahre dabei war. Dann haben wir aber auch viele junge Mitarbeiter. Die Kunst ist es, diese beiden Mitarbeiterwelten zusammen zu führen, Kompetenzen, Wissen und Skills zu übergeben  und auszutauschen. Genau darum geht es in der Audit-Säule Wissen & Kompetenz.

Was ist für Sie das Besondere am INQA-Audit?

Als wir mit dem ersten Audit anfingen hatten wir schon viele Projekte identifiziert, auch mit Hilfe externer Beratungen. Die Ansätze waren jedoch sehr punktuell. Mit dem INQA-Audit ist es uns gelungen, einen strukturierten Überbau für all diese Projekte zu schaffen. Das hat uns geholfen, sie nicht nur zu beginnen und dann versanden zu lassen, wie das leider oft passiert, sondern sie über einen längeren Zeitraum bis zum Ende durchzuführen und jetzt im Re-Audit nachhaltig weiter zu entwickeln. Das  bezeichne ich als den ganz großen Vorteil des INQA-Audits.

Wie haben die Mitarbeiter reagiert als Sie sich für das Re-Audit entschlossen haben?

In allen Bereichen des Unternehmens wurde das Re-Audit positiv aufgenommen. Durch regelmäßige Kommunikation erfahren unsere Mitarbeiter, wo wir in den einzelnen Projekten stehen. In vielen Fällen, sind unsere Mitarbeiter ja auch direkt in die Projekte mit involviert.

Sicher läuft nicht immer alles zur 100-prozentigen Zufriedenheit weil es immer wieder Einschränkungen, veränderte Rahmenbedingungen etc. gibt. Aber alles in allem erkennen unsere Mitarbeiter an, dass wir ein attraktiver Arbeitgeber für sie sein möchten, der nicht nur heute sichere Arbeitsplätze bietet, sondern dies auch in der Zukunft sicherstellen möchte.

Welche Projekte des ersten Audits haben Sie weiterentwickelt?

Einige Aktionsfelder, die wir bereits beim ersten Audit identifiziert hatten haben wir natürlich weiterentwickelt, aber von einer anderen Seite. Zum Beispiel bei der Frage der Kommunikation haben wir uns beim ersten Mal unsere Meetingkultur angesehen und optimiert und quartalsweise stattfindende Betriebsversammlungen eingeführt, um die Belegschaft über die wichtigsten Themen zu informieren. Diesmal haben wir uns die Kommunikation im Einzelgespräch vorgenommen. Dazu gehört das jährliche Mitarbeitergespräch, aber auch das Führen von Bewerbungsgesprächen. Wichtig ist uns, dass wir durchgängig einen respektvollen Umgang untereinander pflegen und sich Mitarbeiter wie Bewerber bei uns gut aufgehoben fühlen.

Welche neuen Projekte haben Sie im Re-Audit umgesetzt?

Ein Projekt war zum Beispiel die Einführung einer Gesundheitskarte, mit der Mitarbeiter externe, vom Arbeitgeber unterstützte Sportaktivitäten machen können. Im Bereich Wissen haben wir einen „internen Wiki“ eingeführt. Wir testen ihn gerade in einem Bereich wo viele Praktikanten sind und daher starker Wechsel vorherrscht. Wir haben uns im Re-Audit nicht nur als attraktiver Arbeitgeber gestärkt, sondern uns auch zukunftsgerichtet strategisch gut aufgestellt.

Wie haben Sie das Audit und das Re-Audit qualitativ erlebt?

Die Struktur des Audits und die Art und Weise der Mitarbeiterbefragung zeigen, dass bei der Entwicklung Fachleute am Werk waren. Das zeigt sich auch am Ergebnis.  Wichtig finde ich auch, dass aussagekräftige Namen hinter dem Audit stehen. Das hat die Auditverleihung gezeigt. Bundesminister Heil als Träger steht hinter dem Thema Zukunftsfähigkeit der Unternehmen, er hat sich über zwei Stunden Zeit genommen. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des INQA-Audits ist es auch, dass neben der Politik auch die sozialpartnerschaftlichen Verbände hinter der Maßnahme stehen.

Was raten Sie Kollegen?

Machen sie das INQA-Audit. Sie werden dadurch kontinuierlich besser werden.

Das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“

Das Audit ,,Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ ist ein Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert sowie von der Demografieagentur umgesetzt. Es unterstützt Unternehmen und Verwaltungen bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung durch die Verbesserung des Arbeitsumfelds. Geschäftsführung und Beschäftigte werden durch eine professionelle, externe Prozessbegleitung unterstützt. Sie erarbeiten individuelle, nachhaltige Maßnahmen in den zentralen personalpolitischen Handlungsfeldern Führung, Chancengleichheit, Gesundheit, Wissen und Kompetenz. Die Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Unternehmen wird entscheidend gestärkt und damit die Basis für Innovationen und Zukunftsfähigkeit geschaffen.

Weitere Informationen unter www.inqa-audit.de

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