Jordan stellt sich zukunftsfähig auf

Die Firma Jordan erhielt die Einstiegsurkunde. Jetzt gilt es, die vereinbarten Maßnahmen konsequent umzusetzen.
© Jordan

Organisation wird mit INQA-Audit entwickelt

Die Unternehmensgruppe Jordan, führender Hersteller für Textil und Bodenbeläge aus dem nordhessischen Kassel, wird mit der Maßnahme „Zukunftsfähige Unternehmenskultur zum Vorbild in der Baubranche. Gefördert wird diese durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und durchgeführt von der Demografieagentur für die Wirtschaft. Nach einer Mitarbeiterbefragung wurden verbindliche Maßnahmen zur Organisationsentwicklung definiert die innerhalb von zwei Jahren vollständig umgesetzt werden. Dafür erhielt Jordan jetzt die „Einstiegsurkunde“.

„Fehlende Fachkräfte sind für viele Unternehmen in unserer Branche eine ernsthafte Herausforderung. Antworten auf den demografischen Wandel zu finden hat für Jordan daher hohe Priorität“, erklärt der Geschäftsführende Gesellschafter Jörg Ludwig Jordan. Ein zentraler Punkt sei die langfristige Bindung der bestehenden Belegschaft. „Unsere MitarbeiterInnen sollen unsere Unternehmenskultur als besonders attraktiv wahrnehmen. Wir beschäftigen uns zum Beispiel als Familienunternehmen intensiv mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, betont Jordan.

Zur umfassenden Stärkung und Verbesserung der Unternehmenskultur findet der Unternehmer die Organisationsentwicklungsmaßnahme „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA-Audit) erste Wahl: „Zu Beginn bekamen wir durch eine umfassende Mitarbeiterbefragung in den personalpolitischen Handlungsfeldern Führung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit und Wissen & Kompetenz eine klare Aussage zum Ist-Stand unserer Unternehmenskultur.“
 

Mitarbeiter steuern Projekte

Kaufmännischer Jordan-Geschäftsführer Thomas Peter ergänzt: „Eine hoch motivierte Projektgruppe, bestehend aus einem Querschnitt der Mitarbeiterschaft sowie der Geschäftsleitung, identifizierte danach Maßnahmen in allen vier Themenfeldern. Jetzt gilt es, diese in einem intensiven Dialog umzusetzen. Der vorgegebene enge Zeitrahmen von zwei Jahren fordert zudem eine ziel- und ergebnisorientierte Bearbeitung und Umsetzung. Diese Verbindlichkeit und die Entwicklung aus der Belegschaft heraus garantiert Nachhaltigkeit.“

Im Themenfeld Wissen soll beispielsweise das interne Ideenmanagement durch die Einführung einer Software als App oder Desktop-Version nachhaltig etabliert werden. Regelmäßige Mitarbeitergespräche verbessern die Führungskommunikation. Die Formulierung und Anwendung eines neuen Führungsleitbilds wird in die Wege geleitet. Employer Branding ist ein weiteres umfassendes Projekt. Insgesamt arbeiten neun Gruppen an zwölf Themen. Sind alle Maßnahmen umgesetzt, wird Jordan im Bundesministerium für Arbeit und Soziales als Unternehmen mit „Zukunftsfähiger Unternehmenskultur“ ausgezeichnet.
 

Audit von Sozialpartnern entwickelt

„Besonders bemerkenswert ist es, wie stark sich einzelne Gruppenmit-glieder bei der Entwicklung der Maßnahmen für ihre Projekte im Dia-log mit der Geschäftsleitung  einsetzen“, betont der externe Prozess-begleiter Manfred Batz von Batz & Team. „Wir denken, dass wir mit dem Audit, das von den Sozialpartnern entwickelt wurde und von ihnen getragen wird, effiziente Prozesse schaffen und unsere Kommunikation wesentlich verbessern“, ergänzt Norman Virks vom Jordan-Betriebsrat.
 

Zu Jordan:

Das 1919 gegründete Familienunternehmen zählt mit seiner Marke JOKA zu den führenden Anbietern für Holz, Bodenbeläge, Türen und Wohntextilien im deutschsprachigen Raum. Mit 72 Niederlassungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Polen und den Niederlanden sowie mehr als 1.500 Mitarbeitern bedient Jordan seine mittelständische Kundschaft im Fachhandel und Handwerk.

 


Information zum INQA-Audit:

Das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ ist ein Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert sowie von der Demografieagentur umgesetzt. Es unterstützt Unternehmen und Verwaltungen bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung durch die Verbesserung des Arbeitsumfelds. Geschäftsführung und Beschäftigte werden durch eine professionelle, externe Prozessbegleitung unterstützt. Sie erarbeiten individuelle, nachhaltige Maßnahmen in den zentralen personalpolitischen Handlungsfeldern Führung, Chancengleichheit, Gesundheit, Wissen und Kompetenz. Die Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Unternehmen wird entscheidend gestärkt und damit die Basis für Innovationen und Zukunftsfähigkeit geschaffen.

 

Weitere Informationen:

https://www.inqa-audit.de/ 

https://www.jordan-kassel.de/unternehmen.html 

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