Dr. Johanna Budwig GmbH & Co. KG erhält Auszeichnung durch den Bundesminister für Arbeit und Soziales

Mitarbeiterkommunikation entscheidend gestärkt

Zukunftsfähige Strukturen geschaffen und die interne Kommunikation deutlich verbessert hat der Nahrungsmittelhersteller Dr. Johanna Budwig GmbH & Co. KG aus Oldenburg. Mithilfe der durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Maßnahme „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“, mit deren bundesweiter Umsetzung die Demografieagentur in Hannover beauftragt ist, gelang dem 50-MitarbeiterInnen-Unternehmen ein großer Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit.

Budwig gehört zu den nunmehr gut 200 Organisationen bundesweit, die die angesehene Auszeichnung „Audit Zukunftsfähige Unternehmens­kultur“ durch den Bundesminister für Arbeit und Soziales erhalten haben.

„Unsere Alleinstellungsmerkmale sind vor allem Qualitätssicherung, die professionelle Prozessbegleitung, die Einbeziehung der gesamten Belegschaft und unsere bundesweit gesammelten Erfahrungen. Nicht ohne Grund haben sich Bundesregierung und Sozialpartner entschieden, ihre Unterstützung durch die Auszeichnung zu dokumentieren“, so der Geschäftsführer der Demografieagentur, Minister a. D. Lutz Stratmann.

Das Oldenburger Unternehmen Budwig produziert und vertreibt hochwertige Omega-3 Leinöl-Kompositionen und Leinsamen- und Ergänzungsprodukte nach den überlieferten Rezepten von Dr. Johanna Budwig. 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auf zwei Standorte verteilt. „Das stellte uns immer wieder vor große Herausforderungen in der Kommunikation. Die Trennung hatte auch teilweise Auswirkungen auf das Zusammengehörigkeitsgefühl. Wir wollten die Situation verbessern, und zwar gemeinsam mit den MitarbeiterInnen“, betont Geschäftsführer Helmut Jordan.

Die Maßnahme „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit war für die Betriebsleitung aus mehreren Gründen erste Wahl. „Wir warfen mit professioneller externer Hilfe einen Blick auf unsere Unternehmenssituation. Projekte wurden aus der Mitarbeiterschaft heraus angestoßen und im Dialog mit der Geschäftsführung umgesetzt. Der vorgegebene Zeitrahmen von zwei Jahren machte eine ergebnisorientierte Bearbeitung aller Themen notwendig“, erklärt der Geschäftsführer.

In einer Projektgruppe, bestehend aus einem Querschnitt der Mitarbeiterschaft sowie der Geschäftsleitung, wurden nach einer qualitativen Mitarbeiterbefragung relevante Themenfelder in den Bereichen Führung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz systematisch identifiziert und bearbeitet. „Die Audit-Projektgruppe war von Anfang an hoch motiviert. Besonders bemerkenswert war es, wie sich einzelne Gruppenmitglieder für ihre Projekte im Dialog mit der Geschäftsleitung eingesetzt haben,“ betont Personalleiterin Tina Bakker-Riechers.  Alle Beschäftigten hätten den Prozess nach teilweise anfänglicher Skepsis sehr positiv begleitet, sodass 14 geplante Maßnahmen während der zweijährigen Laufzeit erfolgreich verwirklicht wurden.

Kommunikationssoftware und Unternehmensleitbild

Die interne Kommunikation wurde zum Beispiel durch die Einführung der Software „beekeeper“ nachhaltig verbessert. Die Applikation versorgt die Belegschaft standortübergreifend mit allen notwendigen Informationen. Die Software wird als App oder Desktop-Version genutzt. Regelmäßige Mitarbeitergespräche verbessern zukünftig den Austausch. Als länger andauernden Prozess, der erfolgreich angestoßen wurde, beschreibt Personalleiterin Bakker-Riechers die Umsetzung des neuen Führungsleitbilds. Alle Unternehmensmaßnahmen sollen zukünftig auf dessen Basis geprüft werden. 

Nachhaltige Identifikation mit Ergebnissen

Rückblickend betrachtet die Dr. Johanna Budwig GmbH & Co. KG das Audit der Initiative Neue Qualität für Arbeit als vollen Erfolg. „Wir haben alle gesetzten Ziele erreicht, straffere Strukturen geschaffen und unsere Kommunikation wesentlich verbessert“, so Bakker-Riechers. „Die aktive Bearbeitung der Themenfelder durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von unten nach oben war besonders wertvoll. Die Identifikation mit den Ergebnissen ist voll gegeben und nachhaltig.“ Das INQA-Audit sei auch für Mittelständler mit kleinem Budget geeignet, um sich zukunftsfähig aufzustellen.
 

Weitere Informationen: www.inqa-audit.de

Foto Mitarbeiter: Die Belegschaft von Dr. Johanna Budwig (hier beim gemeinsamen Kochen) ist durch „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ enger zusammengewachsen. Fotocredit: Dr. Johanna Budwig GmbH&Co.KG

Foto Verleihung:  Lohn nach zwei Jahren Arbeit: Der Personalleiterin Tina Bakker-Riechers und dem kaufmännischem Leiter Daniel Kluge (rechts) wurde die Urkunde von Bundesminister Hubertus Heil feierlich in Berlin verliehen. (Fotocredit: Demografieagentur für die Wirtschaft GmbH/Marco Urban)


Das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“

Das Audit ,,Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ ist ein Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert sowie von der Demografieagentur umgesetzt. Es unterstützt Unternehmen und Verwaltungen bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung durch die Verbesserung des Arbeitsumfelds. Geschäftsführung und Beschäftigte werden durch eine professionelle, externe Prozessbegleitung unterstützt. Sie erarbeiten individuelle, nachhaltige Maßnahmen in den zentralen personalpolitischen Handlungsfeldern Führung, Chancengleichheit, Gesundheit, Wissen und Kompetenz. Die Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Unternehmen wird entscheidend gestärkt und damit die Basis für Innovationen und Zukunftsfähigkeit geschaffen. Weitere Informationen unter www.inqa-audit.de

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