Flughafen München

Der Flughafen München setzt auf Mitarbeiterbindung und Frauenförderung

Theresa Fleidl nimmt die INQA-Audit-Ukrunde durch Kristian Tangermann, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, entgegen. Bild: Jan Scheffner.

Als Dienstleistungsunternehmen, bei dem die Leistung meist im direkten Kundenkontakt erbracht wird, ist der Flughafen München in besonderer Weise auf die Kompetenz und Motivation seiner Mitarbeiter angewiesen. Und das soll so bleiben. Im Interview erklären Theresa Fleidl, Leiterin Konzernausbildung und HR-Marketing, und Dr. Robert Scharpf, Personalchef des Flughafens, wie das INQA-Audit ihre Unternehmenskultur nachhaltig verbessern konnte. Der Flughafen München wurde im Jahr 2016 mit der INQA-Audit-Abschlussurkunde ausgezeichnet.

„Was hat Sie dazu bewogen, mit Ihrem Unternehmen am INQA-Audit teilzunehmen?“

Theresa Fleidl: „Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein und bleiben – auch nach innen. 

Wir waren ein hochbegehrter Arbeitgeber in einem Markt, in dem wir auch viele Bewerbungen hatten – das hat sich geändert. Jetzt müssen wir schauen, dass wir die richtigen Fachkräfte von außerhalb bekommen und noch wichtiger: Wir müssen die bestehenden Mitarbeiter an uns binden.“

Dr. Robert Scharpf: „Wir haben uns auch mit anderen Audits beschäftigt, aber uns war wichtig, das Thema Personalarbeit gegen eine externe Norm zu spiegeln. Da hat uns die breite thematische Aufstellung beim INQA-Audit mit seinen vier Themensäulen gut gefallen.“ 

„Welche Schwerpunkte haben Sie im Verlauf des INQA-Audits gesetzt?“

Theresa Fleidl: „Nach den ersten INQA-Audit Sitzungen haben wir zwei Arbeitsschwerpunkte festgelegt: Die Auswirkungen des demografischen Wandels und die Frauenförderung. Das Thema demografischer Wandel ist wichtig in allen Unternehmensbereichen. Wir sind ein Unternehmen mit relativ wenig Mitarbeiter-Fluktuation, das heißt, wir werden gemeinsam älter – das Durchschnittsalter bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern liegt am Flughafen München aktuell bei 40 Jahren. Im Bereich Chancengleichheit und Diversity arbeiten wir weiterhin daran, unsere bestehenden Mitarbeiterinnen optimal zu integrieren und zu fördern und dadurch auch zukünftige Mitarbeiterinnen besser anzusprechen.“

„Wie lautet Ihr persönliches Fazit zum INQA-Audit?“

Theres Fleidl: „Mit Hilfe der ausführlichen Mitarbeiterbefragung konnten wir uns ein gutes Bild davon machen, wo wir gerade stehen und wo wir uns weiterhin verbessern können. Das hat auch etwas mit Wertschätzung und Partizipation zu tun. Die Maßnahmen des INQA-Audits werden gemeinschaftlich festgelegt und nicht „von oben“ vorgegeben. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.“

Dr. Robert Scharpf: „Bewerber schauen darauf, ob das Unternehmen auch Themen besetzt, in denen sie sich mit ihren eigenen Bedürfnissen wiederfinden. Der mitarbeiterorientierte Ansatz des INQA-Audits hat uns dabei geholfen, uns für unsere bestehenden und zukünftigen Beschäftigten gut aufzustellen.“

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