DRK-Kreisverband Euskirchen mit Audit "Zukunftsfähige Unternehmenskultur" ausgezeichnet

Staatssekretärin Leonie Gebers überreicht Geschäftsführer Rolf Klöcker und Betriebsrätin Hildegard Fellbach-Vogt die Urkunde. Foto: Marco Urban

Der DRK-Kreisverband Euskirchen hat das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit absolviert und wurde dafür von der zuständigen Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Leonie Gebers, und dem Geschäftsführer der Demografieagentur, Lutz Stratmann, ausgezeichnet. Insgesamt 20 Unternehmen, Verwaltungen und Verbände erhielten diese Urkunde für ihren Einsatz für gute Arbeitsbedingungen.

Staatssekretärin Leonie Gebers bei der Urkundenverleihung: „Attraktive Arbeitsbedingungen sowie eine moderne Unternehmenskultur und Personalpolitik sind heute mehr denn je ein Schlüssel für erfolgreiche Arbeitgeber. Sie sind in Zeiten des technologischen und demografischen Wandels ein wichtiger Motor für die Innovationskraft von Unternehmen, Verwaltungen und Verbänden sowie für die Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland. Insbesondere die Digitalisierung wird völlig neue Anforderungen an Arbeitsorganisation und Führung stellen. Deshalb ist es gut, wenn sich Arbeitgeber gemeinsam mit ihren Beschäftigten aufmachen, um ihre Unternehmenskultur zukunftsfähig aufzustellen und den Wandel der Arbeitswelt erfolgreich zu bewältigen.“

Chancengleichheit und Inklusion im Fokus

Rolf Klöcker, Geschäftsführer und Mitverantwortlicher für das Audit, begleitete den Prozess: „Als Kreisverband mit über 40 dezentralen Einrichtungen, darunter Kitas, Rettungswachen, Bildungswerke sowie Unterkünfte zur Flüchtlingsbetreuung, ist es nicht immer einfach, alle Interessen der Mitarbeitenden zu bündeln. Dennoch ist es uns wichtig, auf die Bedürfnisse unserer Beschäftigten einzugehen. Wir waren bereits im Vorfeld des Audits aktiv und haben uns insbesondere im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie darum bemüht, gute Bedingungen zu schaffen. Das Audit gibt uns die Möglichkeit, uns thematisch noch breiter mit dem Thema „gute Arbeitsbedingungen“ zu beschäftigen.“

„Die Reaktionen auf die Mitarbeiterbefragung waren sehr positiv und haben uns gezeigt, dass wir bereits auf einem guten Weg sind. Uns war es wichtig, unsere Mitarbeitenden bei Veränderungsprozessen mit ins Boot zu nehmen, ihre Ideen und Impulse ernst zu nehmen. So können wir sichergehen, dass alle Entscheidungen auch mitgetragen werden“, so Rolf Klöcker. „Gleichzeitig zeigen unsere Bemühungen auch bei der Gewinnung neuer Mitarbeitenden Erfolge – dass wir uns für unsere Beschäftigten einsetzen, hat sich in der Region herumgesprochen. Mit dem Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ des Bundesarbeitsministeriums möchten wir hier anknüpfen und noch besser werden.“  

Besonderes Augenmerk legten die internen Projektgruppen dabei auf das Thema Chancengleichheit und Inklusion. Eine eigens gegründete Behindertenvertretung ist bereits aktiv und wird von den Mitarbeitenden sehr geschätzt.

Lutz Stratmann, Geschäftsführer der Demografieagentur: „Digitale Transformation, Demografie und der Wertewandel führen zu fundamentalen Veränderungen unserer Arbeitswelt. Damit sind große Chancen und Herausforderungen verbunden. Mit der Auszeichnung „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ stellen wir solche Organisationen heraus, die erfolgreich die Chancen ergreifen und sich für Veränderungsprozesse entschieden haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen dabei im Mittelpunkt, um passgenaue, kulturverändernde Maßnahmen gemeinsam zu entwickeln, umzusetzen und dabei von den Sozialpartnern unterstützt werden.“

Der Auditierungsprozess begann mit einer schriftlichen Befragung der Mitarbeitenden und der Geschäftsführung. Hierbei wurden erste Herausforderungen und Verbesserungsbedarfe hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und der Unternehmenskultur identifiziert. In einer dann eingerichteten Projektgruppe, in der Beschäftigte und Führungskräfte gleichermaßen vertreten waren, erarbeitete das Unternehmen einen umfassenden Entwicklungsplan. Gemeinschaftlich wurden schließlich die konkreten Maßnahmen in den Themenbereichen Führung, Chancengleichheit, Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz umgesetzt. Der gesamte Prozess wurde von der Prozessbegleiterin Astrid Laudage unterstützt.

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