AVG Köln erhält Audit "Zukunftsfähige Unternehmenskultur"

Staatssekretärin Leonie Gebers überreicht Radegund Beerlage, Audit-Projektleitung, und Andreas Freund, Geschäftsführung, die Urkunde. Foto: Marco Urban

Die AVG Köln hat das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit absolviert und wurde dafür von der zuständigen Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Leonie Gebers, und dem Geschäftsführer der Demografieagentur, Lutz Stratmann, ausgezeichnet. Insgesamt 20 Unternehmen, Verwaltungen und Verbände erhielten diese Urkunde für ihren Einsatz für gute Arbeitsbedingungen.

Staatssekretärin Leonie Gebers bei der Urkundenverleihung: „Attraktive Arbeitsbedingungen sowie eine moderne Unternehmenskultur und Personalpolitik sind heute mehr denn je ein Schlüssel für erfolgreiche Arbeitgeber. Sie sind in Zeiten des technologischen und demografischen Wandels ein wichtiger Motor für die Innovationskraft von Unternehmen, Verwaltungen und Verbänden sowie für die Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland. Insbesondere die Digitalisierung wird völlig neue Anforderungen an Arbeitsorganisation und Führung stellen. Deshalb ist es gut, wenn sich Arbeitgeber gemeinsam mit ihren Beschäftigten aufmachen, um ihre Unternehmenskultur zukunftsfähig aufzustellen und den Wandel der Arbeitswelt erfolgreich zu bewältigen.“

Flexible Arbeitszeiten, besserer Informationsfluss, Frauenförderung und Sportprogramm

Personalleiterin Radegund Beerlage zur Motivation am Audit teilzunehmen: "Unsere Branche und unser Unternehmen sind seit einigen Jahren stark im Wandel. Unser Ziel war es, diesen Wandel auch intern nachzuvollziehen und für unsere Beschäftigten positiv zu nutzen. Wichtig war uns, Maßnahmen umzusetzen, die für unsere Mitarbeiter einen Mehrwert bieten und unser Unternehmen zukunftsfähiger machen. Ganz bewusst haben wir für die Identifizierung und Umsetzung der Ideen auf die Innovationskraft der eigenen Mitarbeiter gesetzt. Wir haben einen Prozess in Gang gesetzt, der uns als Unternehmen voranbringen wird. Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam Lösungen gefunden haben, die einen Mehrwert für die AVG Köln und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch zukünftige Beschäftigte bringen werden".

Der Auditierungsprozess bei der AVG Köln begann mit einer schriftlichen Befragung der Mitarbeitenden und der Geschäftsführung. Hierbei wurden erste Herausforderungen und Verbesserungsbedarfe hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und der Unternehmenskultur identifiziert. In einer dann eingerichteten Projektgruppe, in der Beschäftigte und Führungskräfte gleichermaßen vertreten waren, erarbeitete das Unternehmen einen umfassenden Entwicklungsplan. Gemeinschaftlich wurden schließlich die konkreten Maßnahmen in den Themenbereichen Führung, Chancengleichheit, Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz umgesetzt.

Daneben wurde ein Förderkonzept für Frauen vor allem in technischen Berufen erarbeitet, ein Patenprogramm für neue Mitarbeiter entwickelt, um sich schneller in der neuen beruflichen Umgebung zurecht zu finden. Auch verbesserte die AVG Köln das Sportangebot für ihre Beschäftigten und berief eine Sport- und Gesundheitsbeauftragte, die Ansprechpartnerin für die vielfältigen Möglichkeiten des Betriebssports ist. Um die Personalentwicklung zu optimieren, sollen künftig die Mitarbeiter stärker bei der Ermittlung des Personalbedarfs beteiligt werden.

Insgesamt dauerte der Auditierungsprozess zwei Jahre. Ausgangspunkt war eine anonymisierte Mitarbeiterbefragung. Die Ergebnisse der Befragung dienten dazu Maßnahmenpakete zu schnüren, für die es galt, Lösungen zu erarbeiten. Rund 20 Mitarbeiter, also nahezu zehn Prozent der gesamten Belegschaft, fanden sich in Arbeitsgruppen zusammen. Ein wichtiger Ansatz war, dass Mitarbeiter/innen aus allen Betriebsbereichen und Hierarchieebenen bei der Themenbearbeitung vertreten sein sollten, genauso wie ältere und jüngere Mitarbeiter und Vertreter von verschiedenen Ethnien. 

Dabei kristallisierten sich bei der AVG Köln aus der Analyse der Mitarbeiterbefragung 17 Projekte heraus. Dazu zählten eine größere Transparenz bei Unternehmensentscheidungen, die Flexibilisierung der Arbeitszeit vor allem im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Flexibilisierung des Arbeitsortes (Home-Office) in den Beschäftigungsbereichen, wo dies möglich ist. Einen besseren Informationsfluss innerhalb des Unternehmens will die AVG Köln beispielweise durch ihr überarbeitetes Intranet, einen regelmäßigen Erfahrungs- und Informationsaustausch von Führungskräften sowie Patenschaftsprogramme für neue Mitarbeiter erreichen.

Lutz Stratmann, Geschäftsführer der Demografieagentur: „Digitale Transformation, Demografie und der Wertewandel führen zu fundamentalen Veränderungen unserer Arbeitswelt. Damit sind große Chancen und Herausforderungen verbunden. Mit der Auszeichnung „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ stellen wir solche Organisationen heraus, die erfolgreich die Chancen ergreifen und sich für Veränderungsprozesse entschieden haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen dabei im Mittelpunkt, um passgenaue, kulturverändernde Maßnahmen gemeinsam zu entwickeln, umzusetzen und dabei von den Sozialpartnern unterstützt zu werden.“

Der Auditierungsprozess begann mit einer schriftlichen Befragung der Mitarbeitenden und der Geschäftsführung. Hierbei wurden erste Herausforderungen und Verbesserungsbedarfe hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und der Unternehmenskultur identifiziert. In einer dann eingerichteten Projektgruppe, in der Beschäftigte und Führungskräfte gleichermaßen vertreten waren, erarbeitete das Unternehmen einen umfassenden Entwicklungsplan. Gemeinschaftlich wurden schließlich die konkreten Maßnahmen in den Themenbereichen Führung, Chancengleichheit, Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz umgesetzt.

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