#INQAAuditOnTour

Es bleibt alles anders

Nicola Peschke hat sich mit #INQAAuditOnTour zum Abschluss der Pilotphase unter Leitung der Bertelsmann Stiftung auf den Weg gemacht, um mit Organisationen über Motivationen, Herausforderungen, Erfolge, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit in ihrem Change-Prozess zu sprechen. Was hat das Audit bewirkt, was bleibt?

DRK Euskirchen: Zusammenwachsen und neue Wege gehen

Zuerst traf Nicola Peschke das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Euskirchen e.V. Als Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband mit insgesamt 40 unterschiedlichen Einrichtungen im Kreis Euskirchen und rund 800 hauptamtlichen Mitarbeitenden, ist der Verband dezentral aufgestellt. Das Audit half dabei, über die Standorte und Bereiche hinweg zusammenzuwachsen und gemeinsam neue Wege zu gehen. Informationsfluss, Transparenz und Kommunikation sind dabei elementare Bücken für ein erfolgreiches Miteinander. Geschäftsführer Rolf Klöcker: „Es ging mir nicht darum, eine Plakette an die Tür oder ein Zertifikat an die Wand zu hängen. Ein wertschätzendes Miteinander, eine gesunde, motivierte, innovative und zufriedene Belegschaft liegen mir am Herzen. Auf diesen Weg haben wir uns mit dem Audit gemacht und gehen damit gestärkt in die Zukunft.“

Adler Modemärkte AG: Herausforderungen gemeinsam meistern

Der zweite Besuch führte zu der Adler Modemärkte AG nach Haibach. Gerade in der hart umkämpften Textilbranche seien Veränderungen nötig, die von allen Beschäftigten getragen werden. Pia Heilig, Abteilungsleiterin Prozessorganisation, meint auch „das größte Learning aus dem INQA-Audit war, dass wir gemerkt haben, was den Kolleginnen und Kolleginnen in der Zentrale, aber gerade auch in den 182 Standorten in vier Ländern fehlt, was sie brauchen.“ Erstmals wurden bei Adler die großen richtungsweisenden Themen Mission, Vision und Strategie im Zusammenspiel von Vorstand und Belegschaft gemeinsam bearbeitet. Auch das Ausbildungsprogramm wurde erneuert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Weg mitzunehmen sei der Erfolgsfaktor für die Zukunft.

Aareon AG: Stete Transformation als Unternehmenskultur

Dritter Stopp war die Aareon AG in Mainz. Das Beratungs- und Systemhaus in der europäischen Immobilienbranche arbeitete bereits intensiv an den Themen, zu denen auch das Audit berät: Gesundheit, Kompetenz, Diversity und Führung. Das Audit war eine wichtige Klammer, um diese unter ein Dach zusammenzubringen und entscheidend voranzutreiben. So entstand das Programm „55 plus“ als lebensphasenorientierte Personalpolitik mit gleitenden Übergängen in die Rente und ein Cross-Mentoring-Programm für die Nachwuchsförderung. Das Projekt „work4future“ nutzt als Follow-up zum INQA-Audit die Chancen der Digitalisierung in Form eines Social-Intranets, das die gesamte interne Kommunikation neu gestaltet. Zudem können Mitarbeiter Feedback per App geben. „Unsere Unternehmenskultur ist daher nicht festgeschrieben, sie entwickelt sich in einem stetigen Transformationsprozess weiter, entsprechend der Anforderungen, die es in Gesellschaft, Wirtschaft und im Unternehmen gibt“, so Pressesprecherin Karin Veyhle.

Gelebte Partizipation und Innovation

Auf Ihrer Tour hat Nicola Peschke drei unterschiedliche Teilnehmer erlebt, die trotz verschiedener Herausforderungen und Themen alle nachhaltig vom Audit profitieren konnten. Für sie alle gilt: Ständige und schnelle Veränderungen gehören zum Alltag, gerade auch aufgrund von Megatrends wie Digitalisierung, demografischer Wandel oder veränderter Ansprüche seitens Kunden und Mitarbeiter. Zentral sind die Bereitschaft zur innerbetrieblichen Veränderung sowie gelebte Partizipation und Innovation. Das Audit unterstützt dabei, diese Veränderungsprozesse zu gestalten. Entscheidend ist, die Beschäftigten von Beginn an einzubinden sowie durch eine verbesserte Kommunikation, Dialog- und Feedbackkultur das Verständnis für Veränderung zu schaffen.

Das Audit ist ein guter Katalysator, um sich zukunftsfähig aufzustellen und auf diese Anforderungen zu reagieren sowie die Basis für einen neuen Spirit zu legen, der weitere Ideen befördert. Die Prozessbegleiter bringen dabei den nötigen Blick von außen, berücksichtigen den Reifegrad des Unternehmens und holen Betriebe dort ab, wo sie stehen. Organisationen mit einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur sind im doppelten Sinne gesunde Unternehmen: Sie verfügen nicht nur über gesunde, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, sondern sind auch wirtschaftlich erfolgreich.  

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