Ausgezeichnete Unternehmenskultur: Audit-Betriebe erhalten Urkunden im Bundesarbeitsministerium

Staatssekretärin Leonie Gebers mit Lutz Stratmann, Geschäftsführer Demografieagentur bei der Urkundenübergabe an die Audit-Betriebe im BMAS (Credit: Marco Urban)

4. Oktober 2018 Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, zeichnete gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Demografieagentur, Lutz Stratmann, aktuelle Audit-Betriebe aus.

Ganzheitlich, mitarbeiterorientiert und maßgeschneidert. So arbeitet das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“, um Betriebe auf ihrem Weg durch den digitalen und demografischen Wandel zu begleiten. 20 Unternehmen, Verwaltungen und Verbände aus ganz Deutschland wurden dazu für ihren Einsatz für gute Arbeitsbedingungen im Bundesarbeitsministerium ausgezeichnet. Mit dabei waren auch einige Mitglieder des Deutschen Bundestages aus den Wahlkreisen der Betriebe.

Dabei kam es zu einer Premiere: Erstmals wurden in diesem Jahr drei Unternehmen mit einem Reaudit ausgezeichnet. Nachdem sie vor zwei Jahren erfolgreich am Audit teilgenommen hatten, entschieden sich die Unternehmen für ein erneutes Durchlaufen des Auditierungs-Prozesses, um gemeinsam mit Geschäftsführung und Beschäftigen neue Themen anzustoßen.

Ob Präventionsprogramm, Mitarbeiter-App und Intranet, flexiblere Arbeitszeiten oder regelmäßige Schulungen - viele der Maßnahmen drehten sich um die INQA-Themenfelder Personalführung, Gesundheit, Wissen und Chancengleichheit. Die Betriebe berichteten auf der Bühne, dass dabei die Kommunikation entscheidend sei, um alle Beschäftigten über alle Ebenen hinweg einzubinden und mitzunehmen. Die Unternehmen und Verwaltungen betonten die nachhaltige Wirkung des Audits für Wohlbefinden und Zusammenhalt; einige haben fest vor, diesen Weg auch über ein Re-Audit fortzusetzen.

Folgende Unternehmen, Verbände und Verwaltungen wurden mit dem Audit ausgezeichnet:

Adler Modemärkte AGDie Mitarbeitenden sind für den Unternehmenserfolg von zentraler Bedeutung – darum wurden Mitarbeitergespräche wieder einführt, die Feedback- und Meetingkultur verbessert, sowie neue Arbeitszeitmodelle ausgelotet.

AVG Köln mbHMehr Transparenz und besserer Informationsfluss – das setzte die AVG Köln beispielweise durch das überarbeitete Intranet und einen regelmäßigen Erfahrungs- und Informationsaustausch von Führungskräften um.

Betreute Grundschulen e.V.EinIntranet sowie quartalsweise Foren zum Austausch zwischen den Standorten stärken die Vernetzung innerhalb der Organisation. Mitarbeitende werden durch ein neues Fortbildungsprogramm und Gesundheitsangebote individuell gefördert. 

Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Euskirchen e.V.Besonderes Augenmerk legten die internen Projektgruppen auf das Thema Chancengleichheit und Inklusion. Eine eigens gegründete Behindertenvertretung ist bereits aktiv und wird von den Mitarbeitenden sehr geschätzt.

Franconian International School e.V.Regelmäßige „Social Events“ wie Museumsbesuche oder gemeinsame Wanderungen stärken das Gemeinschaftsgefühl des internationalen Kollegiums und erleichtern neuen Mitarbeitenden die Integration.

Gemeinde Hohe BördeDas Ziel war, sich als moderner und flexibler Arbeitgeber aufzustellen. Dazu arbeitete die Gemeinde zum Beispiel an flexibleren Arbeitszeitmodellen, neuen Leitfäden für Mitarbeitergespräche sowie einem neuen Fortbildungskonzept.

Kreisverwaltung Groß-Gerau: Wie ernst der Kreis den Prozessgedanken des Audits nimmt, zeigt sich an der Bildung einer Arbeitsgruppe im Anschluss an die Auszeichnung. Die Arbeitsgruppe setzt sich mit allen Ideen und Maßnahmen auseinander, die im Entwicklungsplan nicht berücksichtigt werden konnten.

PAPSTAR GmbH: Die vielen guten Ideen der Mitarbeitenden konnten im Rahmen des Audits umgesetzt werden. Schwerpunkte waren die Etablierung von Organisationsstrukturen, die interne Kommunikation und die strategische Personalentwicklung. 

Pix Software GmbHDas Unternehmen konnte Fachkräfte durch innovatives Personalmarketing und die Ansprache neuer Zielgruppen gewinnen und binden. Weiterbildungsmaßnahmen und eine zweite Führungsebene stärken jetzt zusätzlich die Partizipation der Mitarbeitenden. 

pixelconcept GmbHIm Rahmen des Audits kamen viele Ideen aus unterschiedlichen Abteilungen zusammen. Um die Zusammenarbeit und die interne Kommunikation zu verbessern, führte das Unternehmen zum Beispiel eine neue digitale Plattform ein.

rehaVital Gesundheitsservice GmbH: Hier lag der Fokus auf dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Außerdem bietet nun eingemeinschaftlich entwickeltes, internes Leitbild den Mitarbeitenden Orientierung und dient als Grundlage der Führungskultur. 

REWE Koch GmbH & Co. KG: Ein „All-Generations-Team“ erstellte einen Plan mit 16 Maßnahmen für die Unternehmensentwicklung. 13 Beschäftigten aus jeder Lebensphase, Karrierestufe und Abteilung bringen in dem Team ihre Erfahrungen und generationenspezifische Perspektiven ein. 

Rudat Arbeitsschutz: Hier stand die bessere Verzahnung von Innen- und Außendienst im Vordergrund. Außerdem setzte das Unternehmen für den Erhalt des Teamspirits auf gemeinsame sportliche Unternehmungen. 

SpaceNet AG: Die abteilungsübergreifende Projektarbeit stärkte den Wohlfühlfaktor im Unternehmen. Gemeinsam setzten die Teams viele neue Projekte um, darunter Lunch & Learn-Schulungen und Führungskräfte-Roundtable.

SPI GmbH: Ziel war es, eine Atmosphäre auszubauen, in der die Mitarbeitenden weitestgehend eigenverantwortlich definieren, wie sie bei SPI gemeinsam arbeiten wollen. Es wurde zum Beispiel das Arbeitsumfeld modernisiert und der Informationsfluss verbessert.

Stadt Bünde: Der neue transparente Fluss von Informationen aus den verschiedenen Ämtern und dem Verwaltungsvorstand bündelt Wissens- und Erfahrungsschätze und schafft so bessere Entscheidungsgrundlagen auf allen Mitarbeiterebenen. 

Stadtverwaltung Mechernich: Die Gesundheit war das Hauptthema im Auditierungsprozess, aber auch die Themen Wissen und Kompetenz standen im Vordergrund. Seit Oktober 2016 führt die Stadtverwaltung eine Fortbildungsstatistik und motiviert die Mitarbeitenden, sich ständig weiterzubilden.

Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V.: Das Audit hat die offene und konstruktive Gesprächskultur gestärkt. Gemeinsam entwarf die Arbeitsgruppe beispielsweise ein gemeinsames Führungsleitbild und leitete Maßnahmen zur Vereinfachung von Arbeitsprozessen und zur Reduzierung von Überstunden ein.


Folgende Unternehmen werden mit dem Re-Audit ausgezeichnet:

Marnach Hauswartung GmbH: Der Fokus des Re-Audits lag auf der verbesserten betrieblichen Kommunikation. Das Unternehmen stärkte dadurch das Vertrauen zwischen den Mitarbeitenden und der Geschäftsleitung nachhaltig. 

Havel-Kids Kinderbetreuung GmbH: Das Re-Audit hilft bei der Organisationentwicklung und Integration neuer Mitarbeitenden. Im Vordergrund standen vor allem die Fachkräftegewinnung, die interne Kommunikation und die Ausweitung des Wissensmanagements. 

Ebenfalls mit dem Audit ausgezeichnet, aber nicht beim Festakt zugegen waren:

  • Bayrisches Rotes Kreuz - Kreisverband Rosenheim
  • Hair Company Friseur + Shop GmbH & Co. KG, Lingen
  • Heinen - L`homme - Weishaupt und Partner mbB, Schleiden
  • Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co. KG, München
  • Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
  • MT Logistik GmbH, Wetzlar
  • Dalheimer GmbH, Rottenacker (Reaudit)
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